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Workshop: „Gruppendiskussion und Dokumentarische Methode“ (für Fortgeschrittene)

Jun.-Prof.‘in Dr. Karin Kämpfe, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

11.07.2022 und 12.07.2022, jeweils 09:00-13:00 Uhr, online, als Zoom-Videokonferenz

Der Workshop richtet sich an Promovierende, die ihr Datenmaterial aus Gruppendiskussionen oder Interviews mithilfe der dokumentarischen Methode nach Bohnsack auswerten und bereits über erste Erfahrungen mit diesem Auswertungsverfahren verfügen, ihre Kenntnisse und Analysefähigkeiten jedoch weiter verfeinern und vertiefen und ggfs. an konkreten Daten aus eigenen Forschungsprojekten erproben möchten.

Im Anschluss an eine Einführung zu theoretisch-methodologischen Grundlagen und allgemeinen Hinweisen zu den verschiedenen Schritten des Analyseverfahrens sollen die Analysetechniken und -strategien an konkretem Datenmaterial aus eigenen Forschungsprojekten der Teilnehmenden gemeinsam erprobt und diskutiert werden. So bietet der Workshop einerseits die Möglichkeit, eigenes Textmaterial, das mithilfe von Gruppendiskussionen oder Interviews erhoben wurde, gemeinsam auszuwerten und zu diskutieren. Andererseits können Sie alternativ an konkreten Beispielen anderer Teilnehmender die praktische Anwendung der Dokumentarischen Methode im Zusammenhang mit erhobenen Daten kennenlernen bzw. vertiefen. Das Auswertungsvorgehen der dokumentarischen Methode nach Bohnsack bildet die Basis; der Fokus soll auf dem Auswertungsschritt der Reflektierenden Interpretation liegen.

Der Workshop teilt sich in zwei Blöcke à jeweils vier Stunden auf; die Teilnahme an dem Workshop umfasst die Teilnahme an sämtlichen Blöcken. Teilnehmende können sich entweder „aktiv“, mit eigenem Material, oder „passiv“, d. h. über die gemeinsame Arbeit an den Materialien der anderen Teilnehmenden, an dem Workshop beteiligen.

„Aktive“ Teilnahme:

Wenn Sie bereits über geeignetes Datenmaterial verfügen, das Sie gern gemeinsam in dem Workshop bearbeiten würden, freuen wir uns, wenn Sie uns bis zum Ende der Anmeldefrist am 01.07.2022 eine Materialprobe an Graduiertenschule-HF[at]uni-koeln.de einreichen.

Die Materialprobe soll bitte enthalten:

  • Eine kurze Beschreibung Ihres Forschungsprojekts auf max. 1 Seite, die auch für fachfremde Personen verständlich ist.
    Bitte erklären Sie in dieser Beschreibung auch kurz, warum Sie sich für die dokumentarische Methode als Auswertungsmethode entschieden haben
  • Ein oder zwei Ausschnitte aus Ihrem Datenmaterial (je max. 2 Seiten).
    Es können Transkripte aus Interviews oder Gruppendiskussionen eingereicht und bearbeitet werden.
  • Erste Analysen, falls bereits vorhanden (optional).

Für den Fall, dass mehr Materialproben eingereicht werden, als im Verlauf des Workshops sinnvoll bearbeitet werden können, erfolgt eine Auswahl unter den Einreichungen in Absprache mit der Dozentin.

Bitte beachten Sie, dass sowohl die Beschreibung Ihres Forschungsprojekts als auch die Materialprobe(n) und erste Analysen im Vorfeld den übrigen Teilnehmenden zur Vorbereitung und zur gemeinsamen Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Mit der Einreichung einer Materialprobe erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Bitte beachten Sie daher, dass das Datenmaterial vollständig anonymisiert ist.

Umgekehrt ist bitte zu beachten, dass Projektbeschreibungen, Materialproben und Analysen anderer Teilnehmer*innen ausschließlich für die gemeinsame Arbeit im Workshop und zur Vorbereitung darauf genutzt werden dürfen. Die Materialien sind deshalb unbedingt vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Außenstehende weitergegeben oder jenseits des Workshop-Zusammenhangs genutzt werden.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.
Teilnehmende, die eigenes Material einreichen, werden bei der Platzvergabe bevorzugt berücksichtigt.

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit einer kurzen, formlosen E-Mail an Graduiertenschule-HF[at]uni-koeln.de an. Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung.
Rechtzeitig vor Beginn des Workshops wird Ihnen dann der Link mit den Zugangsdaten zu der Zoom-Konferenz zugesandt.

Die Anmeldung ist möglich bis einschließlich 1. Juli 2022.

Literaturhinweise:

Bohnsack, Ralf, Nentwig-Gesemann, Iris & Nohl, Arnd-Michael (2013). Die dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis. Grundlagen qualitativer Sozialforschung. Wiesbaden: Springer VS, Kap. 1, S. 9-32.

Über die Dozentin:

Dr. Karin Kämpfe ist seit Oktober 2021 Juniorprofessorin für Empirische Kindheits- und Jugendforschung mit den Schwerpunkten Globalisierung und Intersektionalität an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Sozialwissenschaftliche Kindheits-, Migrations- und Ungleichheitsforschung, pädagogische Professionalität, Qualitative Methoden, insb. Forschung mit Kindern.