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Lesung aus dem Handbuch:

"Feministische Perspektiven auf Elternschaft"

Gespräch und Diskussion mit einer Herausgeberin und einer Autorin des Handbuchs

Montag, 27. Juni 2022, 16:30-18:00 Uhr
Universität zu Köln, Neuer Senatssaal

Die Veranstaltung wird organisiert von Lisa Krall, Esto Mader und Dr.'in Claudia Nikodem.
Im Anschluss laden wir ein zu einem Get-together bei Imbiss und Getränken

Lange Zeit beschäftigten sich feministische Debatten kaum mit Elternschaft und Familie. Zeiten ändern sich! Ein Bedeutungswandel in der Perspektive auf Elternschaft hält Einzug in feministische Auseinandersetzungen und Kämpfe. Nicht länger richten sie sich gegen die Familie, sondern gegen Verhältnisse, in denen das Leben mit Kindern zur Zumutung wird. In der Familie Feminismus leben – eine neue Devise und Herausforderung. Lust auf Bindung, Freiheit durch Angewiesenheit, Macht durch Mutterschaft – auch für Freundinnen und Väter. Damit sind Feminismus, Familie und Elternschaft in dieser Kombination ein neuer Untersuchungsgegenstand. 

Hier setzt das „Handbuch Feministische Perspektiven auf Elternschaft“ an, das kürzlich von Lisa Yashodhara Haller und Alicia Schlender herausgegeben worden ist. Es versammelt 50 geschlechterkritische Beiträge zum Thema Elternschaft. Thematisiert wird, wie Elternschaft in feministischen Theorien verortet ist, wie sie institutionalisiert ist, wie Wege in die Elternschaft und Elternsein aussehen können. Zudem werden Herausforderungen einer feministischen Familienpolitik und Utopien einer befreiten Gesellschaft verhandelt.

Am 27. Juni um 16:30 Uhr sind eine Herausgeberin und eine Autorin des Handbuches an der Universität zu Köln im Neuen Senatssaal zu Gast.

Die Herausgeberin Alicia Schlender gibt uns einen Einblick in das Handbuch und seine Beiträge. Im Anschluss gibt es einen thematischen Exkurs zum Thema Elternschaft und Asyl durch die Autorin Katrin Menke, die zusammen mit Camila Marques Eusébio den Handbuchbeitrag zum Schlagwort Asyl geschrieben hat.

Die Autorin zeigt, dass Familien sowohl im internationalen als auch im deutschen Recht besonderen Schutz genießen und ihnen als Schutzsuchenden in Deutschland das Recht auf Familiennachzug zusteht.
Dennoch sind Eltern mit Schutzstatus in Deutschland mit vielfältigen und je nach Schutzstatus unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Aus feministischer Perspektive sind insbesondere die Hürden bei der Inanspruchnahme vorhandener Rechte, ein enger rechtlicher Familienbegriff sowie im Kontext der Ehe geltend gemachte vergeschlechtlichte Ordnungsvorstellungen des Intimen zu nennen. Mit Fokus auf die Bedeutung interdependenter sozialer Kategorien wie Geschlecht, Klasse und race im Kontext der Familienzusammenführung verweist der Beitrag auf hierarchische Machtverhältnisse und macht deutlich, wie selektiv der Zugang zu grundlegenden Menschen-, aber auch sozialen Rechten für Elternteile im Asyl in der Bundesrepublik Deutschland (derzeit) gestaltet ist.

Ablauf

Begrüßung und Vorstellung der Herausgeberin und der Autorin
(Claudia Nikodem und Lisa Krall)

Input zur Entstehung des Handbuchs und Überblick über die Kapitel und Impulse
(Alicia Schlender)

Das Schlagwort „Asyl“ von Katrin Menke
(Lisa Krall und Claudia Nikodem)

Diskussion
(Moderation Claudia Nikodem und Lisa Krall)

Get-together mit Imbiss und Getränken

Termin und Ort:

Montag, 27. Juni 2022, 16:30 Uhr

Universität zu Köln
Hauptgebäude
Neuer Senatssaal
Albertus Magnus-Platz
50923 Köln

Anmeldung:

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um eine kurze, formlose Anmeldung zu der Veranstaltung per E-Mail an Graduiertenschule-HF[at]uni-koeln.de.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!