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Geschlecht ist menschlich. Geschlechtersensibel forschen - ein Mehrwert für die Humanwissenschaften?!

Informations- und Gesprächsveranstaltung für Promovierende 
Freitag, 9. Oktober 2026, 11-12:30 Uhr

Geschlechterdifferenzierte Betrachtung und die Berücksichtigung von Vielfältigkeitsdimensionen in unterschiedlichen Ebenen und Phasen des Forschungsprozesses steigern die Qualität, Robustheit und Reproduzierbarkeit von wissenschaftlichen Studien (Heidari et al. 2016). In vielen Bereichen wie der Medizin, der Klima- oder der Mobilitätsforschung kann die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten im Forschungsprozess zudem lebensrelevant sein. 
Namhafte Journals wie Nature, Lancet und Cell, aber auch große Drittmittelgeber wie DFG oder EU erwarten daher als explizites Qualitätskriterium, dass Geschlecht und weitere Vielfältigkeitsdimensionen in Forschungsprojekten nachweislich berücksichtigt werden. 

Was bedeuten diese Anforderungen nun für Forschungsprojekte aus den Humanwissenschaften? Kann dieses zunächst allgemeine Qualitätskriterium auch einen konkreten methodischen oder inhaltlichen Mehrwert für Forschungsprojekte aus den Sozial- und Erziehungswissenschaften, der Heilpädagogik und Rehabilitation, der Schulforschung oder der Medienwissenschaft, Kunst oder Musik ergeben, und wenn ja, wie? 

Diese Fragen möchten das BMFTR-geförderte Projekt UoC IMPACT (GeStiK & Referat Chancengerechtigkeit, beide UzK) und die Graduiertenschule der Humanwissenschaftlichen Fakultät gemeinsam mit Forschenden in Qualifizierungsphasen an der Humanwissenschaftlichen Fakultät bearbeiten. In der Einführungsveranstaltung möchten wir Ihnen Intention und Ziele von IMPACT vorstellen und an laufenden Promotionsprojekten prüfen, wo diese relevant werden und wie sie konkrete Projekte methodisch und inhaltlich bereichern könnten - von der Forschungsfrage über das Forschungsdesign bis in die Forschungsmethoden.

Die Veranstaltung wird von Dr. Lisa Krall (UoC IMPACT, UzK) geleitet und in Kooperation mit Dr. Caroline Gaus (Graduiertenschule HF) durchgeführt. Sie möchte alle (auch unverbindlich) interessierten Doktorand*innen aus allen Forschungsbereichen der HF und in allen Phasen der Promotion ansprechen. 

Die Veranstaltung soll zugleich Auftakt und Testfeld bilden für weitere spezielle, bedarfs- und zielgruppenorientierte Angebote (z. B. Workshops, Vorträge, Beratung, peer-Austausch) für Doktorand*innen, die helfen, intersektionale Geschlechterperspektiven für (laufende oder geplante) Forschungsprojekte hier an der Fakultät dauerhaft fruchtbar zu machen und Methoden für geschlechter- und vielfältigkeitssensible Forschung aller Forschungsphasen kennen- und praktisch anwenden zu lernen.

Ablauf:

Input: (ca. 30 min.)

  • Die Konzepte „Geschlecht“ (Sex & Gender) und „Intersektionalität“ 
  • Geschlechter- und Vielfältigkeitsaspekte bei Projektanträgen, Drittmittelanträgen oder Journals

Einblicke in ausgewählte aktuelle Promotionsprojekte (ca. 30 min.):

  • Stärkung psychischer Gesundheitskompetenz und Reduktion von Stigmatisierung psychischer Erkrankungen bei Schüler*innen durch ehrenamtliche psychosoziale Präventions- und Kampagnenarbeit in Europa   
    (H. Westerburg)
  • Ambulantes Assessment der Hinweisreiz-Reaktivität während naturalistischer Reizexposition bei Personen mit problematischem Glücksspielverhalten        
    (D. Korkmaz)
  • Verschwörungsideologien und Gender – eine empirische Studie zur Affinität von Frauen zu Verschwörungserzählungen    
    (E. Faria Lopes)

Plenum: 

  • Reflexion und Gespräch zu weiteren Anwendungsmöglichkeiten (ca. 30 min.)
  • (Ggf. Ideensammlung / Diskussion weiterführender Interessen oder Bedarfe: ca. 15 min.)

Wo?

Die Veranstaltung wird hybrid stattfinden:

In Präsenz: 
Graduiertenschule der Humanwissenschaftlichen Fakultät
„City-Passage Lindenthal“, 1. OG, Dürener Str. 89, 50931 Köln

Per Zoom unter: 
https://uni-koeln.zoom.us/j/96447559229?pwd=E674E2KLY4ZRGAbieAljzvcxVIaxKN.1 
Meeting-ID: 964 4755 9229 
Passwort: 310927

Anmeldung:

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um eine formlose Anmeldung per E-Mail an Graduiertenschule-HF[at]uni-koeln.de.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen möchten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf den Austausch mit Ihnen!